Marburg

Die Universitätsstadt Marburg liegt am Ufer der Lahn, etwa in der Mitte zwischen Kassel und Frankfurt am Main. Beide Städte liegen nur 77 Kilometer Luftlinie von Marburg entfernt. Mit mehr als 80.000 Einwohnern ist sie die siebtgrößte Stadt Hessens. Eine weitere Universitätsstadt, Gießen, liegt ca. 27 Kilometer südlich von Marburg. Marburg zeichnet sich vor allem durch seinen universitärem Flair sowie sein landschaftlich reizvolles Umland aus.  Der Name Marburg stammt aus der damaligen Zeit als die Grenze („mar(c)“) zwischen den Territorien der Landgrafen von Thüringen und der Erzbischöfe von Mainz verlief.

Hervorzuhebende Sehenswürdigkeiten Marburgs sind die Elisabethkirche, die Alte Universität, das Landgrafenschloss und die Altstadt, die unterhalb dieses Schlosses liegt und den Namen „Oberstadt“ trägt. In Marburg vereinen sich Tourismus, Geschichte und Kultur gleichermaßen.

Sehenswürdigkeiten in Marburg:

Elisabethkirche

Am Fuße des Marburger Schlossberges liegt die ab dem 14. August 1235 erbaute  Elisabethkirche in Marburg. Sie wurde unter maßgeblicher Förderung der Landgrafen von Thüringen zu Ehren der heiligen Elisabeth von Thüringen vom Deutschen Orden erbaut. Über Elisabeths Grabmal wurde eine Hallenkirche errichtet, wodurch die Kirche zu einem bedeutenden Wallfahrtsort des späten Mittelalters wurde.

    

Die Elisabethkirche gehört zu einem der bekanntesten Bauwerke Marburgs. Daher zieht sie jährlich zahlreiche Besucher an. Sie ist der erste rein gotische Kirchbau im deutschen Kulturgebiet. Viele Besucher wissen nicht, dass es sich bei der Elisabethkirche ursprünglich um eine Marienkirche handelt. Errichtet wurde die Kirche knapp 50 Jahre Land (ab 1235,Weihe 1283). Die Vollendung mit der Erbauung der 80 Meter hohen Türme dauerte ebenfalls weitere 50 Jahre.

Landgrafenschloss

Die ursprüngliche Burg Marburgs wurde im 11. Jahr errichtet und spielt seither neben seiner historischen Bedeutung als erste Residenz der Landgrafschaft Hessens eine große kunst- bzw. bauhistorische Rolle. Das Landgrafenschoss, oder auch einfach Marburger Schloss, ist eines der prägnantesten Bauwerke in Marburg.

    

Über der Altstadt gelegen thront das Schloss und ist einer der Besuchermagnete und bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt Marburg. Das Schloss gehörte zur Residenz des ersten hessischen Landgrafens Heinrich I., Enkel der Heiligen Elisabeth. Als Besucher können Sie im Untergeschoss des Westflügels Reste alter Burganlagen aus dem 9. und 10. Jahrhundert besichtigen.

Wendelgasse

Marburg ist geprägt durch enge Gasen und steilen Treppen, die für das mittelalterliche Flair in der Stadt sorgen. Die Wendelgasse vereint beides. Die 100 Meter lange Gasse liegt auf halbem Weg zwischen der Lahn und dem Landgrafenschloss. Umschlossen wird die Gasse auf beiden Seiten von Fachwerkhäusern. Um durch die Gasse zu gehen, ist das Steigen einiger weniger Stufen erforderlich. Danach erreicht man eine enge, steile Wendetreppe, die zum Lutherischen Kirchhof führt. 175 Treppen müssen bestiegen werden, um das Schloss aus nächster Nähe zu besichtigen. Einige Berühmtheiten sollen in der Wendelgasse gewohnt haben. Zu nennen wären hier die Gebrüder Grimm, die von 1802 bis 1805 in Marburg lebten sowie der russische Gelehrter und Schriftsteller Michail W. Lomonossow, Gründer der Moskauer Universität.

Alle Fotos: © Georg Kronenberg / www.georgkronenberg.com