Weilburg

Direkt im Lahntal zwischen Westerwald und Taunus liegt Weilburg. Eine kleine, aber sehr ansehnliche Stadt in Hessen mit ca. 13.000 Einwohnern. Damit ist sie jedoch nach Limburg an der Lahn und Bad Camberg die drittgrößte Stadt im Landkreis Limburg-Weilburg.
Jahrhundertelang war die Stadt Weilburg Residenz eines dem Haus Nassau entstammenden Adelsgeschlechts. Das heutige Stadtbild wird aus dieser Zeit geprägt vom Schloss Weilburg mit seiner angegliederten Parkanlage.
Als sportliche Freizeitbeschäftigung, wird auf der Lahn besonders das Kanufahren angeboten. Viele Kanus fahren am Fuße der Schlossanlagen durch den einigen Schiffstunnel, den es in Deutschland gibt.

    

Weitere Impressionen von Weilburg

   

Sehenswürdigkeiten, die Sie sich anschauen sollten:

Bergbau- und Stadtmuseum

Das Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg befindet sich in der Kanzlei, dem ehemals fürstlich-nassauischen Regierungsgebäude am Schlossplatz.
Gegründet wurde das Stadtmuseum bereits 1906. Eröffnet wurde das Heimatmuseum im Frühjahr 1914. Seit 1948 hat das Museum dort seinen Platz, wo es sich heute befindet. Nach weiteren Ausbauten, wurde am 18.09.1972 das erste hessische Bergbaumuseum mit Originalgerät eröffnet. Heimat- und Bergbaumuseum firmieren seit 1991 unter der Bezeichnung „Berbau- und Stadtmuseum Weilburg“. Seit 1992 besteht eine weitere Abteilung das „Kleine Kabinett“, wo historische und aktuelle Wechselausstellungen aus dem Bereich der bildenden Kunst stattfinden.

Bergbaumuseum:

In der Region und direkt in Weilburg, dem einstigem Mittelpunkt des Bergbaus im Gebiet von Lahn und Dill, lebten die Menschen noch über hundert Jahren vom Bergbau. Heute wird in Hessen kein Eisenerz mehr gefördert. Daher kann das Bergbaumuseum nur noch die Geschichte des Bergbaus in der Lahn-Region erzählen und die Erinnerungen lebendig halten.

Im Bergmuseum gibt es vieles zu bestaunen: den Eisenerzbergbau, den Tonbergbau, den Dachschiefer- sowie Phosphoritbergbau. Außerdem gibt es zahlreiche Grubenrissen und Grubenbilder, Bohr- und Sprengarbeiten sowie Markscheidekunst und Grubengeleucht zu begutachten. Lernen Sie mehr über den Bergbau: Wie hat sich der Bergmann zur damaligen Zeit befördert? Welche Mineralien gibt es im Berg? Erfahren Sie mehr über die Geologie des Weilburger Landes.

Stadtmuseum:
Das damalige Heimat-, heute Stadtmuseum informiert Sie als Besucher ausführlich über die Geschichte der Stadt Weilburg und ihrer Umgebung.
Erfahren Sie unter anderem mehr über die Vor- und Frühgeschichte des Weilburger Landes, die Stadtentwicklung, dem Gerichtswesen, die Begegnungen Weilburgs mit der frühen Luftschifffahrt sowie über das Weilburger Steingut. Sehen Sie sich historische Stadtansichten genauer an sowie Münzen und Medaillen. Bekommen Sie Einblicke in die Apotheke „Zum Engel“ von 1819.
Lassen Sie sich auf die informative und spannende Zeitreise durch die Geschichte Weilburgs dank dem Bergbau- und Stadtmuseum ein.

Schloss Weilburg

Im Jahre 1255 gehörte Weilburg mit der Erbteilung des Hauses Nassau zur walramschen Linie. Aufgrund weiterer Teilungen und Wiedervereinigungen des Grafenhauses wurde Weilburg zur Residenzstadt ernannt. Dies zog einen Umbau der Burg in ein repräsentatives Schloss nach sich.

 
Beeindruckende Architektur
Fast 400 Meter lang erstreckt sich die Schlossanlage des Schloss Weilburgs über die östliche Hälfte des Bergrückens. In Richtung Lahn hin zieht sich das Gebück hinunter, Gebäude und Gärten liegen auf planiertem oder aufgeschüttetem Gelände.
Eindrucksvoll liegt das Schloss Weilburg auf einem Bergsporn hoch über der Lahn. Das Schloss geht auf eine mittelalterliche Burg aus dem 10. Jahrhundert zurück. Julius Ludwig Rothweil, der vom Graf Johann Ernst als Architekt verpflichtet worden ist, ist es gelungen einen wirkungsvollen Komplex zu schaffen, der die schwierigen landschaftlichen Gegebenheit miteinbezieht. Als Höhe- und Mittelpunkt des Komplexes entschied sich der Architekt die Schloss- und Stadtkirche zu wählen.
Das Hochschloss des Komplexes besteht insgesamt aus vier Flügeln. Gebaut wurde dieser Teil im Stil der Renaissance in den Jahren 1533-1572. Seit heute blieb dieser fast unverändert erhalten.
Das Schloss sowie der Garten sind das ganze Jahr über zu besichtigen.

Kristallhöhle Kubach

Betreten Sie die einzige Kristallhöhle in ganz Deutschland. Erhalten Sie als Besucher, umgeben von 350 Millionen Jahren altem Kaltstein, einen Einblick in erdgeschichtliche Vorgänge und bestaunen Sie die unzähligen Kristallen und Perltropfsteine. Die Kristallhöhle besitzt mit 30m die höchste Halle aller deutschen Schauhöhlen.

Entstanden ist das Kubacher Höhlensystem während der Eiszeit. Leider konnte die Höhle bisher nur zu einem kleinen Teil freigelegt werden. Dank einer ca. 45 minütigen Führung erhalten Sie einen noch tieferen Einblick in die Höhle und erfahren mehr über die Geschichte dieser. Die Temperatur in der Höhle beträgt nur 9 Grad, die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 85%.

Entdeckt wurde die Höhle auf außergewöhnliche Weise, da man ursprünglich eine prächtige Tropfsteinhöhle aufsuchte, die angeblich im 19.Jahrhundert angefahren wurden und deren Lage vergessen wurde. Stattdessen fand man diese einzigartige Naturschönheit – die Kristallhöhle Kubach. Erstmals betreten wurde sie 1974.  Zugänglich für die Öffentlichkeit ist sie seit 1981.

Deutsches Baumaschinen-Modellmuseum Gaudernbach

Modellbaupark

Fotos: © oberlahn.de
Fotos: © weilburg.de
Ballon über Weilburger Schloss © Anke Bauer
Titelbild © Martina Wagner
Berg- und Stadtmuseum © www.museum-weilburg.de